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Festo App siegt bei Give a Breath-Challenge

Munich Re und Fraunhofer prämieren Ideen zur Covid-19-Behandlung.

Festo App siegt bei Give a Breath-Challenge

Juli wurde Festo und das Fraunhofer IPA bei der Award Ceremony der Give a Breath-Challenge in München, einem Ideenwettbewerb der Munich Re und der Fraunhofer Gesellschaft zur Bekämpfung der Corona-Krise, für ihre entwickelte App „Virus Fighters Handbook“ ausgezeichnet.

Bei ihrem Projekt haben sich Festo und ein Team des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) zusammengeschlossen und entwickelten mit Medizinern aus mehreren Kliniken ein Konzept für ein digitales Handbuch auf Basis einer bereits bestehenden App. Über die App erhalten registrierte Benutzer Informationen zu Benutzung und Wartung der neu entwickelten Beatmungsgeräte des Wettbewerbs sowie spezifisches Wissen zum Umgang mit Covid-19-Patienten.

Festo stellte mit Smartenance eine vorhandene und stabile Plattform zur Verfügung, die nur mit minimalem Aufwand umprogrammiert werden musste. Die Software Smartenance dient normalerweise der Wartung und Instandhaltung von Maschinen und Anlagen in der industriellen Produktion. Das Fraunhofer-Team, das auf die Entwicklung von didaktischem Material im Bereich Medizintechnik spezialisiert ist, lieferte die Schulungsinhalte.

Das Virus Fighters Handbook soll Nutzern weltweit kostenlos zur Verfügung stehen, als App zum Download und als Webanwendung.


Festo App siegt bei Give a Breath-Challenge

„Mir gefällt der unternehmerische Geist und Mut des Teams, auch außerhalb eingefahrener Strukturen und Prozesse die Initiative zu ergreifen und Chancen spontan zu nutzen. Mit einem rein digitalen Produkt Menschen weltweit bei der Bekämpfung von Corona helfen zu können, hat das Team besonders angespornt. Festo ist mit Stolz erfüllt, dass ihre Idee nun prämiert wurde“, sagt Andreas Oroszi, Head of Digital Business bei Festo.

Die Give a Breath-Challenge wurde von Munich Re und der Fraunhofer Gesellschaft im März ins Leben gerufen. Die Challenge hatte drei Kategorien: Gesucht wurden zum einen Entwürfe für nicht-invasive Beatmungsgeräte und Sauerstoff-Konzentrationsgeräte. In der zweiten Kategorie ging es um die Entwicklung von nicht-invasiven Beatmungsmasken. Die dritte Kategorie unterstützt die Bereitstellung von Informationen zur Anwendung der entwickelten Geräte sowie Basiswissen zu Covid-19 für zusätzlich benötigtes Hilfspersonal. Aus diesen drei Teilen kann ein gesamtheitliches Beatmungssystem entstehen.

Die Geräte sollen überall auf der Welt per 3D-Druck oder anderen schnellen Herstellungsverfahren produziert werden können. Damit soll vor allem die technologische Grundlage geschaffen werden, um kurzfristig und dezentral den drohenden Versorgungsengpässen mit Beatmungsgeräten in der lokalen Notfallbehandlung von Covid-19-Patienten begegnen zu können und die Auswirkungen der Pandemie für Betroffene weltweit zu lindern.

Insgesamt wurden 150 Projekte aus aller Welt bei der Challenge eingereicht. Die Preisgelder und das Umsetzungsbudget für die Projekte liegen bei insgesamt einer Million Euro.

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